England, England

August 21, 2017

In Bristol.
Seit wir am 9.August englischen Boden betreten haben ist die Zeit verflogen, die Ereignisse haben sich überschlagen und das meistens im guten Sinn. Ich will es ja nicht verschreien, aber der Wettergott ist uns wohlgesonnen geblieben, und das will was heißen im regnerischen Britannien. Der wohl auffälligste Unterschied zu Beginn: die fahren alle auf der falschen Seite! Man muss verdammt aufpassen, um nicht einen unbedachten Schritt vom Gehsteig auf die Straße zu machen, es könnte der letzte sein. Ich bin schon einigemale mit dem Auto durch Länder mit Linksverkehr gefahren und habe mich immer relativ schnell daran gewöhnt. Das ist als Fußgänger schwerer. Irgendwie bin ich immer noch jedesmal unsicher, wenn ich eine Straße überqueren muß.
Die Etappen im Schnelldurchlauf:
Dover, Ashford, Guildford, Royal Tunbridge Wells, Basingstoke, Bath, Bristol. Dazwischen eine Landschaft, die nicht so unähnlich der Südsteiermark ist. Es gibt hier auch Weinanbau, Apfelplantagen, Hopfenfelder und sanfte Hügel (vielleicht etwas langgezogener). Und dann das englische Bier: ich bin keiner, der darüber Witze macht, im Gegenteil- ich habe mich sehr schnell in die Ales, Bitters, Stouts etc. verliebt. Das liegt auch daran, dass es hier neuerdings einen Trend zu Micro-Brewerys und ebensolchen Pubs gibt, wo Bier mit hoher Qualität in kleinen Mengen und sehr großer Auswahl gebraut und dann in nicht ganz so kleinen Mengen getrunken wird.
Die englische Küche wiederum ist ein eigenes Thema, aber da kann relativ gut variieren, da ohnehin alles immer internationaler wird.
Die Engländer im allgemeinen haben bei mir folgenden Eindruck hinterlassen:
Viel Liebe zum Detail, nicht ganz arm, korrekt und mit viel Stil- ich mag zwar keine Verallgemeinerungen, aber so habe ich es empfunden. Und hilfsbereit: Es passiert weiterhin regelmäßig, dass wir Unterschlupf finden (auch privat), um Kosten zu sparen. Zusätzlich engagiert sich die Alzheimer Society sehr für unser Projekt, sodaß einige Türen für uns leichter aufgagangen sind als z.B. noch in Frankreich.
Eine der für uns nützlichsten Errungenschaften sind die unzähligen Public Footpaths und Bridleways, die oft diagonal durch ein Feld gehen, egal ob schon abgeerntet oder nicht. Diese durch ein uraltes Gesetz geschützten Wege machen es uns natürlich viel leichter, eine sinnvolle Streckenführung zu finden.
Zusammenfassend: England und die Engländer waren gut zu uns! Morgen geht es auf nach Wales- ich freu mich schon
bis zum nächsten Mal Sepp 

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