Thank you so much

July 16, 2017

Jetzt sind wir ein knappes Monat unterwegs und fast durch Deutschland durch. Ich möchte an dieser Stelle Bilanz ziehen über die Erfahrungen, die wir als "Pilger" machen konnten. Niemals hätte ich mit soviel Entgegenkommen, Anteilnahme und Neugierde gerechnet. Mit wenigen Ausnahmen waren die Menschen, denen wir unser Projekt erklärt haben, begeistert und wünschten uns zumindest alles Gute oder gingen noch weiter. Wir haben uns vorgenommen nur einmal in der Woche ein Zimmer zu leisten, um Geld zu sparen. Die restlichen Übernachtungen: des öfteren privat (Gartenhaus, Schuppen, Vordach), manchmal auch im Haus (welch Luxus), überdachte Plätze bei Kirchen, Sportplätzen, einmal eine Umkleidekabine eines Fußballvereines, Bahnwartehäuschen, Alpenvereinshütten. Des öfteren haben wir ein Frühstück bekommen, manchmal Freibier, eimal ein komplettes Mittagsmenü geschenkt (im Gasthaus!). Eine Geschichte möchte ich stellvertretend herausgreifen, die mir sehr viel Auftrieb gegeben hat: Ich war an dem Tag allein unterwegs, da Eamonn etwas später losgegangen ist. Zu Mittag kam ich in Talheim, einem 3000Seelen-Ort an. Auf meine Nachfrage bekam ich zu hören: Ja EIN(!) Gasthaus gibt es bei uns. Dort dann die schlimme Erkenntnis: zu.

Da ging die Tür auf und ein indisch aussehender Mann fragte mich, was ich wolle. Ich war etwas überrascht, da das Gasthaus "Kaiser" heißt und meinte, ich würde gern einen Radler trinken. Daraufhin er: wir haben eigentlich zu, aber kommen sie mit. Im Gastraum waren auch seine Frau und seine 2 Töchter anwesend, die etwas neugierig waren und mich über die Reise ausfragten. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten und ich beiläufig erwähnt hatte, dass ich indisches Essen liebe, luden sie mich ein ihr Mahl zu teilen, das sie gerade zubereitet hatten. Ich wußte nicht, wie mir geschah. Ich saß in dem einzigen Gasthaus des Ortes mit Namen Kaiser, das von einer indischen Familie betrieben wurde, die dort Pizza und Spaghetti anboten um überhaupt ein paar Gäste zu haben, und das nur Abends. Ich genoss ein herrliches Currygemüse mit frischgemachtem Chapati(?) und das geschenkt, konnte mich nur für die Gastfreundschaft bedanken und ging so leicht weiter als ob ich getragen würde. DANKE an Lucky und seine Familie in Talheim stellvertretend für viele andere, die uns ähnlich beschenkten und so viel Kraft gaben, durchzuhalten. Dazu gehören auch die Beiträge auf unserem Blog und die Unterstützung unserer Familien- Thank you so much.

Bis zum nächsten mal wahrscheinlich aus Frankreich

Sepp


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